Physiotherapie - FAQ

Hier beantworten wir Ihre Fragen zu Themen der Physiotherapie oder Krankengymnastik.

Fragen und Antworten zu Themen rund um die Physiotherapie

Wie viele Behandlungen bekomme ich verschrieben?

Da Physiotherapie zu den sogenannten Heilmitteln gehört, ist die Dauer der Therapie im Heilmittelkalatog festgelegt.

Je nach Art der Krankheit wird ein Ziel der Therapie vereinbart und die maximale Dauer der Therapie bestimmt. In der Regel sind das fünf Rezepte à sechs Behandlungen, die der Arzt ausstellen darf, also 30 Einheiten. Dann endet der Regelfall und der Patient muss etwa 12 Wochen warten, um wieder neue Rezepte für dieselbe Diagnose zu bekommen.

Doch sollte der Patient unter einer neuen Krankheit leiden, gilt dies als neuer Regelfall und ist somit von den 12 Wochen ausgeschlossen - es können bei Bedarf neue Rezepte ausgestellt werden.

Rezept für Physiotherapie - Wie viel muss ich zuzahlen?

In der Regel ist es so, dass ein Teil der Kosten für Physiotherapie und Krankengymnastik von den gesetzlich versicherten Patienten selbst bezahlt werden muss. Hierfür muss der Patient volljährig sein und über keine entsprechende Zuzahlungsbefreiung verfügen.

Gemäß Sozialgesetzbuch V müssen gesetzlich krankenversicherte Personen 10 Euro pro Rezept, sowie 10 % der Behandlungskosten selbst übernehmen. Um gesetzlich versicherte Patienten jedoch finanziell nicht zu überlasten, hat der Gesetzgeber eine Belastungsfreigrenze pro Jahr festgelegt. Diese besagt, dass die Summe aller Zuzahlungen maximal 2 % der Bruttohaushaltseinkommen eines Erwachsenen betragen darf. Hierzu zählen alle Zuzahlungen für Arznei- und Heilmittel, Zuzahlungen für Krankenfahrten oder Krankenhausbehandlungen sowie für die häusliche Krankenpflege.

Kann ich auch ohne Rezept zur Physiotherapie gehen?

Egal ob eine Sportverletzung vorliegt, Rückenschmerzen oder ein Bandscheibenvorfall. Der Arzt stellt in den meisten Fällen ein Rezept für die Physiotherapie aus. Ziel einer jeden Physiotherapie ist es, die Funktions- und Bewegungsfähigkeit des Körpers wieder herzustellen und vorhandene Schmerzen zu lindern.

Die Physiotherapie fällt unter die Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen, die Behandlungen werden jedoch nicht vollständig von den Kassen bezahlt. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass jeder Patient einen Anteil der Kosten selbst tragen muss.

Es ist ein Irrglaube, dass man nur mit einem Rezept zum Physiotherapeuten gehen kann. Selbstverständlich können Sie auch als Selbstzahler in einer Praxis Ihrer Wahl einen Termin zur Behandlung ausmachen.

Dies gilt für so gut wie alle Behandlungsmethoden. Jedoch ist es empfehlenswert, diese Möglichkeit nur bei kleineren gesundheitlichen Problemen in Anspruch zu nehmen. Sollten Sie nicht abgeklärte Schmerzen über einen längeren Zeitraum haben, so ist es immer erforderlich, diese von einem Arzt abklären zu lassen.

Ich kann meinen Physiotherapie-Termin nicht einhalten. Was tun?

Wer von uns kennt es nicht? Die Zeit rast nur so dahin und unser Terminkalender quillt über. Jedem von uns ist es sicherlich schon passiert, dass ein Termin nicht eingehalten werden könnte.

Wenn Sie in physiotherapeutischen Behandlung sind und einen Termin nicht wahrnehmen können, ist es erst einmal nicht schlimm. Aber es ist wichtig, dass Sie diesen so rechtzeitig wie möglich telefonisch absagen, denn wir möchten dann anderen Patienten die Chance geben, bei uns einen Termin zu ergattern. Patienten mit akutem Bandscheibenvorfall oder nach einer Knie-OP freuen sich sehr über einen Termin.

In der Regel sollten Termine mindestens 24 Stunden vorher abgesagt werden, denn der Ausfall des Termins wird vorerst nicht vergütet.
Natürlich kann immer auch mal spontan etwas dazwischen kommen. Können Sie einen Termin zur Behandlung nicht einhalten, so sagen Sie diesen bitte rechtzeitig und so zeitnah wie möglich telefonisch ab unter 026195238566, oder Whatsappe uns an 017624980715

Kann ich meinen Physiotherapeuten wechseln?

Es kann immer mal wieder vorkommen, dass Patienten mit ihrem behandelnden Physiotherapeuten nicht zufrieden sind oder sie aufgrund von Umzug oder anderen Umständen den Therapeuten wechseln müssen. In der Regel ist das kein Problem und wird von sämtlichen Krankenkassen ohne Schwierigkeiten akzeptiert und genehmigt.

Es ist jedoch folgendes zu beachten:

  • Sie benötigen eine Kopie des Rezepts, wenn noch nicht alle verordneten Behandlungen abgeschlossen sind.
  • Der vorherige Therapeut muss auf der Kopie vermerken, wie viele Behandlungen noch offen sind.
  • Die gesetzlichen Krankenkassen benötigen meistens eine schriftliche Begründung von Ihnen, weshalb Sie den Therapeuten wechseln möchten.

Was gehört zur Physiotherapie?

Die Physiotherapie ist ein breites Feld und umfasst viele unterschiedliche Bereiche. Sie wird in erster Linie zur Behandlung und Vorbeugung von Verletzungen, Erkrankungen oder diverser Beschwerden eingesetzt.

Folgende Bereiche zählen zur Physiotherapie:

  • Massagen
  • Manuelle Lymphdrainagen
  • Physikalische Maßnahmen wie Elektrotherapie oder Wärmetherapie
  • Krankengymnastische Übungen
  • Physiotherapie nach Bobath
  • CMD-Therapie

Die Physiotherapie kann sowohl ambulant in einer niedergelassenen Praxis durchgeführt werden, als auch stationär im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes oder einer Reha.

Es gibt ebenfalls “mobile” Physiotherapeuten, die direkt zu ihren Patienten nach Hause fahren und diese dort behandeln, wenn sie nicht mehr gut zu Fuß sind oder keine Möglichkeit haben, die Praxis aufzusuchen.

Was bedeutet "Manuelle Therapie"?

Das beste Werkzeug eines jeden Physiotherapeuten sind seine Hände. Durch gezielte Handgriffe können Blockaden gelöst und Verspannungen gelockert werden. Von manueller Therapie spricht man, wenn der Therapeut bei Unbeweglichkeit von bestimmten Gelenken oder bei Wirbeln, die sich verschoben haben, “manuell” eingreift. Dies soll dafür sorgen, dass in erster Linie die Schmerzen gelindert werden und auch die Beweglichkeit wieder hergestellt werden kann.

Diese Art der Therapie wird zumeist bei akuten Schmerzen eingesetzt. Meist reichen hier bereits zwei oder drei Behandlungen aus. Doch, wenn die Schmerzen schon länger andauern und äußerst hartnäckig sind, so kann eine Besserung auch erst nach mehreren Sitzungen eintreten.

In diesen Fällen sind Sie gefragt: Dann empfiehlt Ihnen Ihr Therapeut auch Übungen für zu Hause, die Sie regelmäßig und konsequent durchführen sollten, um einen optimalen und bestmöglichen Therapieerfolg zu erzielen. Diese Übungen sind immer auf das jeweilige individuelle Problem zugeschnitten.

Kann ich die Physiotherapie - Behandlung unterbrechen?

Es kommt immer wieder vor, dass Rezepte für Physiotherapie von den Krankenkassen nicht akzeptiert werden, weil die Behandlung entweder zu spät begonnen hat oder zu lange unterbrochen wurde. Für die Behandlung bei Physiotherapeut:innen gelten bestimmte Fristen. Diese sind in den Rahmenverträgen zwischen den Verbänden und den Krankenkassen geregelt. Hier unterscheidet sich jedoch, bei welcher Krankenkasse Sie versichert sind bzw. in welchem Bundesland Sie leben.

Allgemein gilt, dass Sie eine physiotherapeutische Behandlung ohne Angabe von Gründen bis zu 14 Tage unterbrechen können. Es wird hier aber geraten, spätestens am 14. Tag die Behandlung wieder aufzunehmen, da es bereits ab dem 15. Tag zu Problemen mit der Krankenkasse kommen kann.
Wurde eine Behandlung ohne Angabe triftiger Gründe für einen längeren Zeitraum unterbrochen, folgt in der Regel eine Absetzung aller folgenden Behandlungen.

Gründe, bei denen eine längere Unterbrechung möglich ist, können sein:

  • Urlaubsbedingte Abwesenheit Ihres Therapeuten oder von Ihnen selbst.
  • Die Unterbrechung ist therapeutisch indiziert und mit Ihrem Arzt abgestimmt.
  • Sie oder Ihr Therapeut sind erkrankt und eine Behandlung kann deshalb nicht durchgeführt werden.
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